»Haus Lembeck« in Haselünne im Emsland

 

 

 

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Das Haus Kirchstraße 7

'Zeitgemäß wohnen in einem alten Haus' - getreu diesem Motto hat die Familie Lembeck ihr Haus gepflegt. Seit mehr als 50 Jahren befindet es sich im Fa­mi­lien­besitz. Er­richtet im Jahre 1850 steht das Haus seit  2002 unter Denkmalschutz.

Eine zentrale Lage in der historischen Altstadt von Haselünne, das kennzeichnet das "Haus Lembeck". Durch die Nachbarschaft zum Kirchgarten geht der Blick aus dem Wohnzimmer unmittelbar in diesen Garten mit seinem alten Baumbestand.

Die Parzelle gehört zum ältesten mittelalterlichen Siedlungskern der Stadt. Das Haus liegt an einer kleinen Stichstraße, die über Jahrhunderte als Zufahrt zum Kirchhof diente. Schon im Hochmittelalter waren hier Händler und Handwerker ansässig.

Im Häuserverzeichnis von Haselünne wurde es als „Wohnhaus Nr 125“ erstmals im Jahr 1749 urkundlich erwähnt. Mehrfach wurde die Stadt von Bränden heimgesucht, der schlimmste war im Jahr 1849. Auch das Haus Kirchstraße 7 fiel diesem Brand zum Opfer. Beim Wiederaufbau im Jahr 1850 wurden die alten Fundamente und Grundmauern teilweise wieder verwendet.

Bei dem Gebäude handelt es sich um einen giebelständigen Putzbau in spätklassizistischen Formen. Es ist eines der wenigen typischen Bürgerhäuser der Biedermeierzeit in Haselünne, das erhalten geblieben ist.

Kennzeichnend sind einerseits das Krüppelwalmdach, andererseits die Putzfassaden mit einer eingeritzten Quadrierung. Diese sogenannte Rustika ist auf der südlichen Traufseite des Hauses noch erhalten. Das hier vorhandene sogenannte Zwerchhaus mit Dreieckgiebel ist wohl eine spätere, jedoch gut zum Haustyp passende Zutat.

Bemerkenswert ist die Gestaltung der Giebelfassade, die unter Einfluss des Jugendstils noch vor dem Ersten Weltkrieg entstand. Damals stattete man die Fassade mit aufgeputzten Eckpilastern und neuen rechteckigen Fensteröffnungen aus. Die Haustür und Fenster auf der Giebelseite bekamen im Bereich der Oberlichter einen auf Konsolen ruhenden Stuckrahmen mit Keilstein.

Diese Umbauphase wertete das "Biedermeierhaus" architektonisch auf, wodurch es seiner städtebaulichen Bedeutung bestens gerecht wird. Der wirtschaftliche Aufschwung der Stadt Haselünne nach dem Anschluss an das Eisenbahnnetz ist auch in den um und nach 1900 entstandenen repräsentativen Fassaden ablesbar.

Gemeinsam mit dem bis heute erhalten gebliebenen Nachbarhaus Nummer 9 und weiteren, in den 1960er und 1970er Jahren abgerissenen Häusern bildete es einen Baublock. Die Häuser trennten so die Kirche vom alten Handelsplatz, dem Hopfenmarkt: eine für Westfalen und das angrenzende Emsland typische Stadtanlage.

 

 

 

 
 

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Um die Jahrhundertwende eröffnete Familie Veerkamp einen Laden.
(Foto aus dem Jahr 1908)

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Beide Weltkriege überstand das Haus unbeschadet. (Foto aus 1936)

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1989 wurde eine Haustür auf der Südseite zugemauert. Die Rustika der Tür blieb bis heute erhalten.

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Zwerchhaus und Rustika prägen die Südseite des Hauses (2008).

Die Giebelfassade mit Eckpilastern und Stuckrahmen (2010).

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"Haus Lembeck" im Winter 2013.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

»Haus Lembeck«
info@fewo-lembeck.de
Telefon 05961-7878